Geschichte der Zeugen Jehovas in St. Pantaleon
1959 haben sich 10 Personen in Weyer (bei Haigermoos) zu einer Bibelstudiengruppe im Austraghaus des „Lehrbergerbauern“ versammelt. 1961 wechselte diese Gruppe zu Philipp Mayer nach Weyer. Die biblischen Vorträge wurden aber weiterhin im Königreichssaal in Eggelsberg besucht.
Die Gemeindemitglieder hatten zu dieser Zeit noch keine Autos. Weite Strecken mussten mit dem Fahrrad, Motorrad, Moped oder Traktor zurückgelegt werden und das auch bei Regen und Schnee. Diese Umstände und das schnelle Wachstum, vor allem durch kinderreiche Familien, brachten es mit sich, dass man über eine Versammlungsneugründung nachdachte.
1964 im Mai wurde dann die Versammlung Trimmelkam, bestehend aus 11 Zeugen Jehovas gegründet. Der Name der Versammlung wurde gewählt, weil die Ortschaft Trimmelkam mit dem damaligen Braunkohlebergwerk eine wichtige Rolle in dieser Gegend gespielt hatte. Als Zusammenkunftsstätte diente nach wie vor die Baracke von Philipp Mayer. Aber man hatte einen Raum, der vorher als Holzlager diente, in liebevoller Arbeit in einen kleinen Saal umgestaltet. Und so war man sehr froh, dass nun ein 13 Quadratmeter großer Raum mit 21 Sitzplätzen als Anbetungsstätte zur Verfügung stand. Ein kleiner Ofen macht diesen Raum auch im Winter sehr behaglich. Allerdings musste man bei größerer Besucherzahl bald auch das Vorhaus und die Küche nutzen, wobei das Programm mittels einer selbstgebastelten Lautsprecheranlage in die Wohnküche übertragen wurde.
Waren es bei der Gründung der Versammlung Trimmelkam 11 Personen (und 11 Kinder) so musste man sich nun damit auseinandersetzen, wie man nun 31 Personen samt zahlreichen Kindern und Besuchern ausreichend Platz bieten konnte.
Von 1969 bis 1984 wurde dann bei der Familie Hohengaßner in Roidham (Gemeinde Ostermiething) ein größerer, extra angebauter Raum im Erdgeschoß des Hauses als Königreichssaal mit 53 Sitzplätzen genützt.
Nachdem sich auch diese Zusammenkunftsstätte als zu klein erwies, wich man von 1984 bis 1991 in den Königreichssaal der Versammlung Eggelsberg aus. Hier stand den inzwischen 44 Zeugen Jehovas eine zeitgemäße und würdige Versammlungsstätte zur Verfügung, die ausreichend groß war und auch genügend Parkplatz bot. Allerdings mussten nun auch längere Anfahrtswege in Kauf genommen werden.
1991 war ein entscheidender Zeitpunkt. Nachdem die Besucherzahlen der Zusammenkünfte stiegen, begann man sich mit dem Plan vom Bau eines neuen Königreichssaales zu beschäftigen.
So erwarb man in Riedersbach ein ausreichend großes Grundstück, auf dem man in „Schnellbauweise“ im Herbst 1991 mit dem Bau des Saales begann. Im Frühjahr 1992 konnte der Bau mit Hilfe des großartigen Arbeitseinsatzes vieler freiwilliger Helfer der umliegenden Versammlungen erstellt werden. Erfreulicherweise konnte auch dank der mehr als großzügigen freiwilligen Spenden der Saal rasch finanziert werden.
1992 wurde der neue Königreichssaal mit viel Freude seiner Bestimmung übergeben. Seit dieser Zeit wird der Saal in Riedersbach für die regelmäßigen Zusammenkünfte von ca. 110 aktiven Zeugen Jehovas (unter dem Namen „Versammlung Oberndorf“) in der Region genützt und bietet nach einigen größeren Renovierungen in den letzten Jahren auch weiterhin eine sehr würdige Zusammenkunftsstätte.